23. Fari-Cup Langstrecken-Regatta, 02.11.2014 in Hamburg

Limburger Erfolg bei Hamburger Langstreckenregatta

Am vergangenen Sonntag trafen sich tausend Ruderer auf der Hamburger Alster zu einer 5000 Meter Langstreckenregatta, dem Fari Cup. Die Stecke führt durch die herbstlichen Alsterkanäle mit ihren idyllischen Brücken, vorbei an lauschigen Alstervillen und der ein oder anderen Bausünde. Nach dem zweiten Drittel der Strecke geht es auf die Außenalster, vorbei an der US-Botschaft und dem Atlantic-Hotel bis zum Ziel am Ruderklub Favorite Hammonia. Wegen der starken Rennbeteiligung heißt es, rechtzeitig auf dem Wasser zu sein. Also rechtzeitig aufstehen, das freundlicherweise vom Hamburger und Germania Ruderklub zur Verfügung gestellte Viererboot sichten, die Plätze einstellen und Startnummer auf den Bug stecken.

Klaus Schuy, Stefan Heyde (beide Limburger Club für Wassersport), Olaf Strauß (Berliner Ruderklub) und Kai-Uwe Jahnke (Hamburger und Germania-Ruderklub) nach der Siegerehrung
Klaus Schuy, Stefan Heyde (Limburger Club für Wassersport), Olaf Strauß (Berliner Ruderklub) und Kai-Uwe Jahnke (Hamburger und Germania-Ruderklub) nach der Siegerehrung

Nach dreißig Minuten hatten Olaf Strauß (Berlin), Kai-Uwe Jahnke und Steuermann Hans-Gerk Gestermann (beide Hamburg) sowie Stefan Heyde und Klaus Schuy (beide vom Limburger Club für Wassersport) die Bucht erreicht, aus der im 30 Sekundenabstand gestartet werden sollte. Über hundert Vierer lagen hier in hoher Dichte. Man sah viele Bekannte und neue Gesichter. Es wurde geschwätzt und gescherzt, bis das eigene Boot an der Reihe war. In der Altersklasse D (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre) gingen acht gegnerische Crews an den Start: Drei Boote aus Hamburg und je eines aus Rostock, Hannover, Bremen, Preetz und Flensburg. Die gemeinsame Taktik war, mit hoher Schlagzahl einzusteigen und am Schluss die letzten Reserven zu mobilisieren. Mit einigen Zwanzig-Schläge-Spurts wurde die Geschwindigkeit auch im mittleren Drittel auf hohem Niveau gehalten. Im Ziel hatte die Limburger Renngemeinschaft 53 Sekunden Vorsprung vor den Zweitplatzierten aus Rostock und bis zu 4 Minuten vor den weiteren Vierern. Zur Siegerehrung erschienen mehrere einstige Weltmeister, darunter der fünfmalige Einer-Weltmeister Peter-Michael Kolbe. Hier gab’s noch mal Kommunikation hoch zwei mit alten Freunden und Köstlichkeiten der norddeutschen Küche.

Von Dr. Klaus Schuy