Deutsche Sprintmeisterschaft, 10.-12.10.2014 in Eschwege

Limburger Junioren werden deutscher Sprintmeister

Erfolggekrönt kehren die Athleten des Limburger Clubs für Wassersport von der deutschen Sprintmeisterschaft im Rudern in Eschwege (10.10.-12.10) Heim: Neben dem zweiten Platz im Achter der B-Junioren entschied der Junior B Vierer mit Steuermann den Kampf um die Goldmedaille für sich.

Bereits eine Woche zuvor brachte der LCW den Werratalsee in Eschwege zum Kochen im Rahmen der hessischen Landesmeisterschaft. Mit zahlreichen Hessenmeistertiteln schlossen damit die meisten Limburger Ruderer ihre Saison ab. Doch manche strebten nach Höherem: dem deutschen Sprintmeistertitel. Im B-Junioren Vierer mit Steuermann stellten sich Simon Weber, Felix Wüst, Tom Hinrichs, Paul Zell und der Steuermann Luca Muth der Konkurrenz. Zusammen mit Nils Krause, Robin Weiße, Robin Strahl und Moritz Nuhn kämpften sie im Junior B Achter, um ihren Titel des letzten Jahres zu verteidigen.

Der LCW Achter: obere Reihe von links nach rechts: Paul Zell, Tom Hinrichs, Nils Krause, Felix Wüst, Robin Weiße; untere Reihe von links nach rechts: Moritz Nuhn, Robin Strahl, Luca Muth, Simon Weber
Der LCW Achter: obere Reihe von links nach rechts : Paul Zell, Tom Hinrichs, Nils Krause, Felix Wüst, Robin Weiße ; untere Reihe von links nach rechts : Moritz Nuhn, Robin Strahl, Luca Muth, Simon Weber

Die Sprintdistanz von 350 Metern scheint zunächst verlockend, denn nach ungefähr 50 Schlägen (oder auch nach einer Minute) überquert der Bugball die Ziellinie. Jedoch ist die Schlagfrequenz von 50 Schlägen pro Minute sehr hoch. Durch den schnellen Bewegungsablauf sind technische Fehler extremer und auch die Gefahr „einen Krebs zu fangen“ (im Wasser hängen zu bleiben) ist größer. Solch ein Fehler ist bei der so kurzen Streckenlänge nicht mehr auszugleichen.

Am Samstagmorgen traf der LCW Achter im Vorlauf das erste Mal auf seine Gegner. Dass Limburg und Essen diesen Vorlauf dominieren, war ganz klar zu sehen. Doch erst durch die Entscheidung per Zielkamera wurde es eindeutig, dass Essen das Rennen für sich entschied. Nur eine vierzehntel Sekunde später kamen die Domstädter ins Ziel. Deshalb würde es sich im Hoffnungslauf ergeben, ob der Limburger Achter ins Finale einzieht. „Ihr habt hinten nicht zusammen ausgeschoben und auf der Rolle übertrieben. Seht den Hoffnungslauf als Chance um zusammenzukommen“, analysierten die Trainer Dietmar Langusch und Elias Sehr. Die Sportler verinnerlichten die Korrekturanweisungen und starteten 3 Stunden später im Hoffnungslauf. Nun präsentierte sich der Achter merklich geschlossener und deshalb konnte er auch im Hoffnungslauf gewinnen.

Mit dem Sonntag begann auch der Finaltag. Sowohl der Achter als auch der Vierer mit Steuermann sicherten sich einen Startplatz im Finale. Zuerst wurde es für den Vierer ernst, jedoch zeigten sie sich völlig unbeeindruckt von ihren Gegnern. Bugball an Bugball schob sich der Essener und der Limburger Vierer nach vorne. Aber auf den letzten 10 Schlägen kannten die Limburger Junioren keine Gnade und holten sich den Titel: deutscher Sprintmeister 2014. Es galt sich schnell zu regenerieren, denn auch das Achterfinale stand noch aus. Um 14:40 Uhr ertönte das Startsignal und die Achter setzten sich in Bewegung. Als Zuschauer erkannte man, dass Limburg zu den ersten drei Booten gehörte. Doch die genaue Platzierung konnte nur durch das Zielfoto preisgegeben werden, denn innerhalb einer Sekunde kamen die ersten drei Boote ins Ziel. Letztendlich erreichte der LCW einen hervorragenden zweiten Platz.

Das Wochenende zeigt, dass der Limburger Club für Wassersport sich deutschlandweit erfolgreich duellieren kann. Damit endet eine eindrucksvolle Saison des LCW, doch die neue Saison steht in den Startlöchern und die Vorbereitung in Limburg laufen bereits.

Von Elias Sehr