Deutsche Sprintmeisterschaften, 12.10.2019 in Kettwig

Knappe Entscheidungen im Flutlicht von Kettwig

Am 12. Oktober hieß es für einen Teil des Limburger Clubs für Wassersport zum letzten Mal in dieser Saison Hänger verladen, um nach Kettwig auf die Deutschen Sprintmeisterschaften aufzubrechen. Die Sprintdistanz im Rudersport beträgt 350 Meter, was verhältnismäßig kurz ist, weshalb sehr hohe Schlagfrequenzen gefahren werden können. In Kettwig bot sich die seltene Möglichkeit nach Einbruch der Dunkelheit mehrere Rennen zu fahren, welche mit Unterstützung von Flutlicht ausgetragen werden konnten.

Das erste Rennen der Limburger fuhr der Junioren Mixed-Doppelvierer der A-Junioren. Mit an Bord Hanne Dorn, Johannes Hackenbroch und Hannah Jordan und der kürzlich mit dem Titel “Mannschaft des Jahres des Sportbundes Hessens” ausgezeichnete Mark Hinrichs. Das Quartett konnten sich in ihrem Vorlauf durchsetzten und war somit um den Hoffnungslauf herum gekommen und qualifizierte sich direkt fürs A-Finale am Abend. Im Flutlichtfinale auf der Ruhr gegen 20 Uhr musste sich der Vierer aus Limburg mit nur einer halben Sekunde Abstand zu einer Medaille mit dem vierten Platz zufrieden geben.

Der LCW-Achter (v.l.): Steuerfrau Anna-Lisa Thorn, Schlagmann Nils Krause, Jakob Stalf, Felix Hackenbroch, Tom Hinrichs, Elias Sehr, Philipp Richard, Moritz Krekel und Bugmann Felix Wüst

Als zweites Limburger Boot startete der Männerachter, beziehungsweise die Sportler aus dem “Team Domstadtachter” des LCW. Diese Ruderer haben sich seit zwei Jahren auf Sprintrennen spezialisiert und fahren normalerweise, zusammen mit ihren Kollegen aus Wetzlar, in der Ruder-Bundesliga. Da bei den Sprintmeisterschaften jedoch nur Vereinsboote, also keine Renngemeinschaften mit anderen Vereinen, gefahren werden dürfen, gingen die Limburger Felix Wüst, Moritz Krekel, Philipp Richard, Elias Sehr, Tom Hinrichs, Felix Hackenbroch, Jakob Stalf und Nils Krause alleine an den Start. In einem starken Halbfinale, dessen Ausgang gänzlich ungünstig für Limburg ausfiel, verpasste der Achter nur knapp das A-Finale. Am Abend, bei Flutlicht wurde die Limburger Dominanz jedoch gezeigt, als sich die acht Ruderer unter Steuerfrau Anna-Lisa Thorn einen deutlichen Sieg mit Abstand im B-Finale sicherten und somit insgesamt Sechster wurden.

Mit dieser Regatta geht die Saison 2019 des Limburger Clubs für Wassersport äußerst erfolgreich zu Ende. Momentan bereiten sich die Junioren auf die kommenden Langstrecken in Breisach und Mannheim, sowie die nächsten Ergotests vor, bis es dann im Frühjahr wieder auf die großen Regatten in München, Hamburg und Köln zugeht. Für die Ruder-Bundesligagladiatoren geht es nun in die verdiente Winterpause und ebenfalls in die Vorbereitung für die nächste Saison 2020.

Von Hannah Jordan