Dt. Großbootmeisterschaften und dt. Sprintmeisterschaften, 09.-11.10.2015 in Wiesbaden Schierstein

Gelungener Abschluss: LCW feiert Meisterschaftstitel

Ein erfolgreiches Wochenende rundet die Saison ab: Der Limburger Club für Wassersport (LCW) kassiert zwei Silbermedaillen und zwei deutsche Meistertitel im Rahmen der deutschen Großbootmeisterschaften und der deutschen Sprintmeisterschaften, die am 9-11. Oktober in Wiesbaden/Schierstein stattgefunden haben.

Den Start für den LCW machte Johannes Lange. Im leichten Doppelvierer und „Vierer ohne“ stellt er sich der Konkurrenz über 1000m. Mit seinen Mainzer Trainingskollegen hat er sich ganz klar positioniert: Erst ließen sie die Riemen knallen und staubten sich den deutschen Meistertitel ab. Doch nur wenige Stunden später zeigte der „Allrounder“ Lange, dass er nicht nur den Riemen bewegen kann, sondern auch das Skullen beherrscht. In einem knappen Rennen landete der Limburger/Mainzer Doppelvierer auf Platz 2.

So erfolgreich wie die Großbootmeisterschaft, sollte auch die Sprintmeisterschaft verlaufen. Die Streckenlänge reduziert sich auf 350 Meter. Das bedeutet für die Athleten: Kürzere Belastungszeit, aber höhere Intensität. Bei einer in etwa ein minütigen Belastung, erlebt die Mannschaft ungefähr 50 maximale Schläge.

Holten den deutschen Sprintmeistertitel im Frauendoppelvierer (von links nach rechts): Lea Nassal, Sophia Krause, Cara Pakszies, Maximiliane Horz
Holten den deutschen Sprintmeistertitel im Frauendoppelvierer (von links nach rechts): Lea Nassal, Sophia Krause, Cara Pakszies, Maximiliane Horz

In einem dramatischen Rennen errungen Cara Pakszies, Maximiliane Horz, Lea Nassal und Sophia Krause den deutschen Sprintmeistertitel im Frauendoppelvierer. Bei erschwerten Wind und Wasserbedingungen kam die Mannschaft zunächst gut ins Rennen. Doch ein Steuerfehler warf die Mannschaft stark zurück. Als der Vierer allerdings wieder gradlinig in der Spur schwamm, gab es nur noch eine Richtung. Ganz nach dem Motto „Alles oder Nichts“ spurtete das Boot nochmal ganz weit nach vorne. Der Kampfgeist wird belohnt mit der Goldmedaille.

Einen zweiten Platz im A-Junioren Doppelvierer holten (von links nach rechts): Nils Krause, Sophia Krause, Lena Fritz, Simon Schmitt
Einen zweiten Platz im A-Junioren Doppelvierer holten (von links nach rechts): Nils Krause, Sophia Krause, Lena Fritz, Simon Schmitt

Mit Simon Schmitt, Lena Fritz und ihrem Bruder Nils Krause, erruderte Sophia Krause ihre zweite Medaille. Im gemischten A-Junioren Doppelvierer machten sie sich bereits im Vorlauf einen Namen. Obwohl dreiviertel der Mannschaft vor dem Finale bereits ein Rennen hatte, mobilisierten sie alle Kräfte. In einem Kopf an Kopf Rennen ging der zweite Platz an Limburg.

Schmitt und N. Krause wollten mit Tom Hinrichs und dem frischgebackenem Baltic Cup Sieger Felix Wüst hoch hinaus. Nach einem starken Vorlaufsieg im Junioren A Doppelvierer ging es direkt ins Halbfinale. Dass nach oben hin die Luft aber dünner wird bekamen sie dort zu spüren: Mit einem dritten Platz qualifizierten sie sich noch für das A-Finale. Hoch motiviert überquerten sie die Strecke im Hafenbecken. Doch die Wellen machten den Athleten schwer zu schaffen. Ein paar Hänger im Wasser ließen sich nicht vermeiden und konnten auch leider nicht durch die kräftigen Schübe kompensiert werden. Die ersten drei mussten die Limburger ziehen lassen, sodass sie einen knappen vierten Platz belegten.

Die „Youngsters“ an dem Wochenende aus Limburg waren Sarjana Klamp und Hannah Nuhn. Sie starteten im B-Juniorinnen Doppelzweier. Insgesamt blieben sie etwas hinter ihren Möglichkeiten an diesem Wochenende. Der zweite Platz im Vorlauf bedeutete die Qualifikation für den Hoffnungslauf. Beide wussten: „Um in das A-Finale einzuziehen muss jetzt ein Sieg her.“ Dieser Gedanke steigerte den Druck und durch zwei Patzer im Laufe des Rennes erreichten sie den zweiten Platz. Der Start im B-Finale war ein kleiner Rückschlag, den die beiden aber mit einem Sieg im dortigen Finale und einem Rennen, das auch dem A-Finale würdig gewesen wäre, zügig weggesteckt haben.

Der letzte große Event des Rudersports leitet das Ende der Saison 2014/15 ein. Aus Limburger Sicht ein klarer Erfolg und ein abgerundeter Abschluss für eine erfolgreiche Saison.

Von Elias Sehr