Euro Masters Regatta 2016, 29.-31.07.2016 in München – Oberschleißheim

Euro-Masters München: LCW-Ruderer haben den Bugball vorn

Im Frühjahr dieses Jahres waren die Masters des Limburger Club für Wassersport schon in Amsterdam über 8.000, in Konstanz und Passau über 5.500 Meter und sogar am Rudermarathon von Neuwied nach Bonn an den Start gegangen. Nach den guten Ergebnissen bei diesen Regatten wurde als nächstes Ziel die Euro-Masters-Regatta in München auf der Olympiastrecke von 1972 in Angriff genommen. Ruderer aus 32 Nationen trafen sich dort, um sich von Freitag, 29. bis Sonntag, 31. Juli auf der 1000m Strecke zu messen. An den beiden ersten Regattatagen kämpften die Athleten nicht nur gegen andere Vereine, sondern auch gegen die Hitze bei Sonnenschein pur.

Werner Gläser, Stefan Heyde, Christoph Mehlmann, Oliver Muth, Lothar Rompel, Klaus Schuy, Thomas Sobanski, Holger und Rebecca Will und Manfred Wüst traten dort in unterschiedlichen Bootsgattungen und Renngemeinschaften auch gegen frühere Olympiasieger und Weltmeister an.

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Einen starken Auftakt zeigten Christoph Mehlmann, Oliver Muth, Thomas Sobanski, Holger Will, Manfred Wüst, Christoph Rademacher (Honnef), Harald Daniel (Bad Ems), Nicu Herrmann (Koblenz) und Steuerfrau Rebecca Will im Achter der Altersklasse D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre). Im Sechs-Boote-Feld zeigten sie vom Start an ihre gute Form. Hart erkämpft belegten sie mit nur 77 Hundertsteln Rückstand auf eine italienische Mannschaft den zweiten Platz vor weiteren deutschen, östereichischen und einer weiteren italienischen Renngemeinschaft.

Weiter ging es mit Werner Gläser und Klaus Schuy. Sie traten im Doppelzweier der Altersklasse G (65) gegen Renngemeinschaften aus Gießen/Geesthacht, Kiel/Cham, Halle und Strasbourg an. Besonders die stark eingeschätzten Giessen/Geesthachter hatten die beiden im Focus. Schon nach zweihundert Metern zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der Limburger, die das Rennen souverän nach Hause fahren konnten.

Im Riemenvierer ohne Steuermann der Altersklasse D (50) gingen Lothar Rompel, Holger Will und Manfred Wüst zusammen mit Christoph Rademacher aus Honnef an den Start. In dem starkbesetzten Feld erkämpften sie sich nach der Renngemeinschaft aus Siegburg/Heidelberg/Bremen und einem Boot aus Wien einen guten dritten Platz.

Im Doppelvierer der Altersklasse D (50) traten die vier Limburger Thomas Sobanski, Oliver Muth, Christoph Mehlmann und Lothar Rompel gegen sehr starke Renngemeinschaften an. Diese trieben sie bis ins Ziel vor sich her und belegten einen trotzdem zufriedenen fünften Platz.

Steuerfrau Rebecca Will ging im Achter Altersklasse E (55) in Renngemeinschaft mit Berlin/Essen/Hamburg/Frankfurt/Minden an den Start. Bis zur Streckenhälfte zeichnete sich im Fünf-Boote-Feld ein harter Bord-an-Bord-Kampf von drei Achtern ab. Im Ziel hieß es dann Platz 2 knapp hinter dem starkbesetzten Achter aus Saarbrücken/Hersfeld/Oberhausen/Koblenz/Leipzig.

Stefan Heyde startete im C-Doppelzweier (43 Jahre) zusammen mit einem Ruderer aus Oberrad gegen die RG Speyer und Boote aus München, Deggendorf, Neuchatel und Beaumont. Hartnäckigster Gegner waren die Speyerer, die einen harten Kampf bis zur Streckenhälfte lieferten, dann aber die Limburg/Frankfurter Renngemeinschaft ziehen lassen mussten.

DSC_0059Schon 40 Minuten später mussten sich die beiden gemeinsam mit Klaus Schuy und einem weiteren Ruderer von der Wiking Offenbach im Doppelvierer D (50) mit Booten aus Hamburg, Pirna, Dresden und Neuruppin messen. Auch hier gelang ein Start-Ziel-Sieg mit zwei Längen Vorsprung.

Auch im Doppelzweier E (55) konnten Schuy und Heyde die Gegner aus Salzburg, Deggendorf, Offenbach und Rheinfelden klar auf die Plätze verweisen.

Im Doppelvierer der Klasse C (43) starteten gleich zwei Boote mit Limburger Beteiligung. Der rein Limburger Mannschaft mit Thomas Sobanski, Manfred Wüst, Holger Will und Oliver Muth passierte leider kurz nach dem Start ein Missgeschick, das ein Rudern an der Feldspitze nicht mehr möglich machte. Für die Renngemeinschaft Limburg/Wiking Berlin/Allemannia Hamburg/RG Oberrad gab es hier noch jede Menge zu kämpfen. Erst im Endspurt löste sich die Crew mit Stefan Heyde von den nächsten Verfolgern aus Bad Ems/Koblenz und Nürtingen und siegte knapp.

Im Doppelvierer E (55) gab es für Gläser und Schuy mit Ruderern aus Offenbach und Oberrad einige Nüsse zu knacken. Die härteste war der Erste Kieler Ruderclub, der im Ziel eineinhalb Längen Rückstand hatte. Dann folgten Boote aus Schweinfurt/Bamberg/Würzburg,  Berlin/Mornar/Jarun und Meißen/Radebeul.

Lothar Rompel und Manfred Wüst starteten mit ihren Ruderkollegen Christoph Rademacher (Honnef) und Harald Daniel (Bad Ems) im Riemenvierer der Altersklasse E (55). Ihre starke Leistung brachte ihnen am Ende einen guten dritten Platz ein.

Zum Abschluss des zweiten Tages startete der Achter mit den Limburgern Thomas Sobanski, Holger Will, Oliver Muth und Lothar Rompel in Renngemeinschaft mit Bernd Pachtner (Würzburg), Christoph Rademacher (Honnef), Marcus Kinzinger und Eduard Wermann (Bad Ems) sowie Steuerfrau Rebecca Will in der Altersklasse C (43).

Die vier Mannschaften schenkten sich nichts und fegten alle mit hoher Schlagfrequenz über die Strecke vom Start weg. Auch wenn die Limburger Crew am Ende vierter wurde, waren sie mit ihrem Rennen doch sehr zufrieden, wenn man weiß, dass in den anderen Booten ehemalige Olympiasieger und Weltmeister vertreten waren.

Sonnige Ergebnisse also – dem Wetter gleich. Am Sonntag hatte das jedoch gewechselt. Regen und Wind zeigten sich hier und machten die Mixed-Rennen (Frauen und Männer in einem Boot) zur nassen Angelegenheit und dem Namen Wassersport alle Ehre.

Am Ende war aber alles in trockenen Tüchern: Stefan Heyde holte gemeinsam mit einer Ruderin aus Hamm im C-Doppelzweier (43) einen Sieg nach Hause, während Werner Gläser und Klaus Schuy im G-Doppelvierer (65) zusammen mit Ruderinnen aus Eschwege und Minden nach einem kräftezehrenden Bord-an-Bord-Kampf gegen internationale Renngemeinschaften die Nase vorn hatten.

Von Rebecca Will

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