Finale der deutschen Rowing Indoor Serie, 01.02.2015 in Kettwig / Essen

Hantl repräsentiert LCW mit Bravour

Knapp 800 Ruderer brachten die Sporthalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Kettwig beim 20. NWRV Indoor Cup am ersten Februar zum Beben. Mitten drin der Athlet des Limburger Clubs für Wassersport (LCW), Falk Hantl, der stolz mit einem vierten Platz das Finale der deutschen Meisterschaft des Ergometerruderns verließ.

Die deutsche Rowing Indoor Serie hat ihren Abschluss in Kettwig gefunden. Insgesamt beinhaltet sie 5 Stationen, doch es ist unumstritten, dass die letzte Station in Kettwig einen eigenen Charakter hat. Die Atmosphäre, die beispielsweise durch die speziellen Lichteffekte oder die hervorstechende Bühne entsteht, lockt sogar das Kamerateam des WDR an.

Deshalb ist ein Startplatz in den Augen der Limburger Trainer Pascal Ludwig und Elias Sehr nicht selbstverständlich. Wer in Kettwig startet, braucht ein entsprechendes Leistungsniveau. Falk Hantl, der sich bereits Anfang Dezember in der Rangliste mit seinem Ergebnis aus Frankfurt verewigte, war bis zu letzt unter Deutschlands Top 10 leichten B-Junioren (15/16 Jahre). So hatte er sich den Start in Kettwig verdient. Er war der einzige Sportler, der den LCW an diesem Sonntag vertrat. Aber dies gelang ihm mit Bravour.

Falk Hantl (rechts) und sein Trainer Elias Sehr (links)
Falk Hantl (rechts) und sein Trainer Elias Sehr (links)

Seine Aufgabe bestand darin bereits im Vorlauf eine neue Bestzeit zu fahren. Es dauerte 5:05,5 Minuten bis der Limburger die virtuellen 1.500 Meter absolvierte. Damit war seine erste Aufgabe bereits gelöst. Doch nun kommt es zu einer Besonderheit des Ergo Cups in Kettwig. Die schnellsten 10 Sportler der Vorläufe qualifizieren sich für das Finale, in welchem um den Titel des deutschen Ergometermeisters gefahren wird. Falk landete in einem Feld von 70 Teilnehmern auf Platz 5.

Falk zeigte sich nach seinem Rennen lange Zeit sehr mitgenommen. Doch er nutzte die vier Stunden Regenerationszeit voll aus. Mit einem ausführlichen „Cool-Down“ und der gezielten Nahrung, brannte vor dem Finale wieder Feuer in seinen Augen.

Sein Mut, im Finallauf trotz der vorherigen maximalen Belastung noch einmal an seine Grenzen zu gehen, sollte belohnt werden. Um eine halbe Sekunde konnte er seine nur vier Stunden alte Bestzeit unterbieten. Niemand seiner Konkurrenz glückte eine Verbesserung im Finale. Damit belohnte er sich selbst mit einem vierten Platz.
Trainer Pascal Ludwig beurteilt die Leistung seines Sportlers: „Falk kann heute mit seinen gezeigten Rennen sehr zufrieden sein. Dass er seine Zeit im Endlauf sogar verbessern konnte, spricht für seine tolle Moral! So etwas schaffen nicht viele Ruderer. Der sechste Platz in der deutschen Rangliste ist Falks Lohn für seine harte und konsequente Trainingsarbeit im Winter. Dass er seinen Bestwert um 10 Sekunden in nur knapp drei Monaten runter schrauben konnte, zeigt uns als Trainerteam auf dem richtigen Weg zu sein.“

Zu loben ist ebenfalls Nils Krause, der leider aus gesundheitlichen Gründen in Kettwig nicht gestartet ist, aber mit seiner Leistung, die er in Frankfurt erbracht hat, einen vierten Platz in der Rangliste bei den leichten A-Junioren (17/18 Jahre) belegte.

Damit endet die harte Saison auf dem Ergometer in Deutschland, so auch in Limburg. Trainer und Ruderer widmen sich wieder vermehrt dem Training auf dem Wasser, damit der Limburger Club für Wassersport auf seine Erfolge im Winter auch im Frühjahr aufbauen kann.

Von Elias Sehr