Kaisersprint-Regatta, 11.07.2015 in Bad Ems

LCW feiert kaiserlichen Triumph

Die Athleten des Limburger Clubs für Wassersport (LCW) scheinen unermüdlich: Die deutschen Meisterschaften sind vorbei, die Sommerpause steht in den Startlöchern. Doch es scheint als gebe es noch genug Energie, um sich mit den einheimischen Vereinen der Lahn zu duellieren. Eben diese Wettstreite sind am 11.07. in Bad Ems auf der Kaisersprintregatta ausgetragen worden.

Im Rahmen des traditionellen Brückenfestivals in Bad Ems findet auch die Kaisersprintregatta statt. Der Bad Emser Ruderverein lädt dazu einheimische Vereine ein. Nicht jeder Verein kann dort melden und starten, weshalb die Kaisersprintregatta immer sehr wertgeschätzt wird.

In den letzten Jahren konnte der LCW mit seinen Achtermannschaften eindeutig dominieren. Dieses Jahr wollten die Domstädter von allen Seiten angreifen: Im Achter, im Vierer mit Steuermann und im Doppelvierer ohne Steuermann. Das Ziel war das Triple.

Aber natürlich hat die Konkurrenz nicht geschlafen. Das Niveau der Regatta ist merklich gestiegen im Vergleich zu den Vorjahren. Die Gießener Mannschaft der Ruderbundesliga (RBL) ist auf der Sprintdistanz über 350 Meter erprobt und auch die Koblenzer Mannschaften, von denen eine Mannschaft dieses Jahr den deutschen Meistertitel im Doppelvierer erringen konnte, haben sich fit gehalten.

„Ich habe keine Zeit müde zu sein“, sollen mit die letzten Worte des Kaisers Wilhelm I., um dessen „ewigen Wanderpreis“ von 1884 im Vierer mit Steuermann (Stm.) gerudert wurde, gewesen sein. Dementsprechend spurtete die Mannschaft mit Matthias Glaser, Philipp Richard, Manfred Wüst, Holger Will und Stm. Luca Muth. Zwei mal trieben sie ihr Boot gnadenlos immer weiter Richtung Ziellinie. Die vier Gießener Sportler, die auch Teil des RBL Achters sind, konnten das Limburger Boot nur durch Umdrehen erkennen. Das bedeutete den Sieg des Kaiserpokals für den LCW.

Die Gewinner des Kaiserpokals:  Manfred Wüst, Holger Will (oben v. links nach rechts) Matthias Glaser, Luca Muth, Philipp Richard (unten v. links nach rechts) vor dem Kaiserdenkmal von Wilhelm dem I. mit dem Kaiserpokal
Die Gewinner des Kaiserpokals: Manfred Wüst, Holger Will (oben v. links nach rechts) Matthias Glaser, Luca Muth, Philipp Richard (unten v. links nach rechts) vor dem Kaiserdenkmal von Wilhelm dem I. mit dem Kaiserpokal

Die 5 Sieger wollten es im Achter noch einmal versuchen. Frischen Wind mit ins Boot brachten Christoph Sohr, Birger Scheuer, Etienne Ries und Martin Rieche. Sehr spurtstark am Start gingen die Limburger in das Rennen. Doch der Gießener RBL Achter holte auf und konnte das Rennen zweimal für sich entscheiden. Damit landete der Limburg Achter auf Platz 2.

Außerdem startete auch der Doppelvierer mit Christian Hackenbroch, Elias Sehr, Samuel Schäfer und Oliver Muth. Sie mussten sich 3 gegnerischen Mannschaften stellen. Doch durch Steuerprobleme und Fehler über die Strecken konnten sie an diesem Wochenende nicht überzeugen.

Dennoch zeigt das Wochenende, dass die generationsübergreifende Arbeit am LCW stimmt. Junioren (U19), Senioren (U23) und Masters (Ü27) saßen alle in einem Boot, zogen gemeinsam und mit Erfolg gekrönt an einem Strang.

Vielleicht gibt es ein Wiedersehen der Rivalen der Lahn in Limburg am ersten Septemberwochenende an der Limburger Regatta. Der LCW Achter ist schon heiß auf eine Revanche.

Von Elias Sehr