Kaisersprint-Regatta, 12.07.2014 in Bad Ems

Lahnexpress auf erstem Goldkurs

Noch nie hat es so viel Spaß gemacht ein Boot aufzubauen: Der normalerweise mühsame Bootsaufbau wurde am 12.07. in Bad Ems für die Limburger Ruderer eine große Freude. Stolz hat man an dem neuen Achter, dem „Lahnexpress“, herum geschraubt, um ihn startklar zu machen. Das hat auch einige, neugierige Blicke der Konkurrenz auf sich gezogen. Das Ziel ist klar gewesen: Der Sieg auf der Kaisersprint-Regatta in Bad Ems, welche im Rahmen des Brückenfestivals stattgefunden hat.

Siegerehrung für die Limburger: v. l. Steuerfrau Annabell Willms, Yannik von Keitz, Alexander Ruffini, Philipp Krekel, Elias Sehr, Christian Hackenbroch, Holger Will, Birger Scheuer und Moritz Krekel
Siegerehrung für die Limburger: v. l. Steuerfrau Annabell Willms, Yannik von Keitz, Alexander Ruffini, Philipp Krekel, Elias Sehr, Christian Hackenbroch, Holger Will, Birger Scheuer und Moritz Krekel

Die Bad Emser Regatta ist keine offene Regatta des deutschen Ruderverbandes. Es handelt sich um eine Einladungsregatta, weshalb sich der Limburger Club für Wassersport glücklich schätzt von den Partnern aus Bad Ems auch dieses Jahr wieder eingeladen worden zu sein. Dabei hat man wenige Tage vorher noch über das Stattfinden der Regatta gebangt, denn die großen Niederschlagsmengen haben den Pegel der Lahn ordentlich ansteigen lassen. Zwar ist die Hochwassermarke von 360 cm nicht überschritten worden, die Strömung jedoch hat für die Sportler eine ungewohnte Wettkampfbedingung dargestellt. Deshalb hat die Mannschaft etwa drei Stunden vor ihrem Rennen am Steg abgelegt, um ein paar Schläge zu rudern und sich so an das Wasser zu gewöhnen.

Bei der Limburger Mannschaft handelt es sich um den „Generationenachter“, der bereits letztes Jahr in Bad Ems den Lahntalachterpreis gewonnen hat. Dabei hat sich die Mannschaft etwas verändert und ist im Durchschnitt etwas jünger geworden. Insassen sind drei A-Junioren (Moritz Krekel, Christian Hackenbroch, Elias Sehr), drei Senioren (Philipp Krekel, Alexander Ruffini, Yannik von Keitz), zwei Masters (Holger Will, Birger Scheuer) und die Steuerfrau Annabell Willms gewesen.

Um 16 Uhr haben sich dann zwei Achter nebeneinander an den Start gelegt: Der Limburger „Lahnexpress“ und die Achtermannschaft aus Köln, die man bereits von letztem Jahr kannte. Nach dem Startkommando hat es nur noch eine Richtung für das Limburger Boot gegeben. Die 350 Meter Strecke ist extrem kurz, was für die Ruderer bedeutet von der ersten bis zur letzten Sekunde voll dabei zu sein, Frequenz zu halten und sich keine Fehler zu erlauben, denn die Strecke ist zu kurz, um seine Fehler wieder gutzumachen.
Genau das haben die Sportler des LCW geübt und im richtigen Moment abgerufen. Mit 50 Schlägen pro Minute war das Boot unterwegs. Da die extreme Strömung die Boote noch schneller zum Ziel getragen hat, ertönte die Zielglocke bereits sehr früh. Der Bugball des Limburger Achters hat die Ziellinie als erstes überquert. Direkt im Anschluss wurde das nächste Rennen ausgetragen. Denn es gewinnt nur das Boot, welches als erstes zwei Siege erreicht hat. Eben das hat der „Generationenachter“ geschafft und auch im zweiten Rennen der Konkurrenz keine Chance gelassen.

Kurz vor der Sommerpause hat der neue Achter „Lahnexpress“ seine erste Siegesfahrt erlebt. Die nächste könnte bereits am kommenden Wochenende stattfinden, denn die Schülermannschaften von manchen Schulen aus Limburg werden ihre Kräfte im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ messen und der „Tilemann-Achter“ wird ebenfalls in diesem Siegerboot starten.

Von Elias Sehr