La Boucle de Liège, 26.05.2013 in Lüttich (B)

„La Boucle de Liège“ – LCW-Masters auf der Maas

Die 16. Ausgabe der traditionellen Lütticher Regatta „La Boucle de Liège“ bot in diesem Jahr erhöhte Herausforderungen für das Masters-Starterfeld: die 46 Boote hatten die doppelte Distanz des vergangenen Jahres, nun 16,9 km, zu absolvieren. In einem innerstädtischen Seitenarm, einem Kanalabschnitt der Maas, musste das erste Viertel der kurvigen Route zunächst mit der Strömung gerudert werden. Mit dem Rennstart um 12 Uhr, wurden nach und nach Bootsklassen vom Einer über Doppelzweier, Gig-Dreier und -Vierer bis hin zu Achtern im Abstand von etwa 2 Minuten aufs Feld geschickt. Durch befestigte Ufermauern bauten sich zunächst zum Glück nur leichte Kabbelwellen auf, die gut zu bewältigen waren. Anders als in Deutschland, hatte der Rudergott in Belgien an diesem Tag ein Einsehen und bescherte den Domstädter zwar novembrige Temperaturen, jedoch keinen Regen. Nach etwa vier Kilometern und einigen Fans an der Strecke mussten die Boote über Steuerbord um eine gemauerte Inselspitze wenden. Das Feld sortierte sich neu. Nun gegen die Strömung im Hauptfluss bescherte konsequentes „unter Land“ fahren gewisse Kraft- und Zeitersparnisse. Das zweite Viertel bereitete wenige Probleme, die Schifffahrt pausierte für die Dauer des Rennens. Auch ließen die berüchtigten Wellen noch etwas auf sich warten. Im dritten Viertel war es dann so weit: durch einen leichten Wind wurden die Bedingungen langsam härter, dieser Abschnitt wurde von vielen als der anstrengendste empfunden. Bei einer Langstrecke von knapp siebzehn Kilometern ist das Durchhalten und Kräfte effektiv einsetzen das vordergründige Thema. Es müssen drei Steuerbordwenden mit möglichst geringem Zeitverslust absolviert werden. Durch das Überholen des ein oder anderen Bootes konnte die lange Distanz immer wieder aufgelockert und versteckte Reserven der Mannschaften mobilisiert werden. Die Stimmen Steuerleute „trugen ihre Teams über das Wasser“ und leisteten wertvolle Unterstützung. Durch den Coach auf dem Fahrrad am Ufer tankten mancher Einer oder Achter ebenfalls zusätzliche Motivation. Auch das Publikum an der Strecke im Park oder auf den Brücken sorgte für Abwechslung bei diesem harten Job.

Foto (von Rémy Moulin): die Mastersgruppe von Lüttich
Foto (von Rémy Moulin): die Mastersgruppe von Lüttich

Mit elf Mastersruderern war der Limburger Club für Wassersport einer der drei deutschen Rudervereine auf dieser belgischen Regatta. Die favorisierten Bad Honnefer mussten sich in diesem Jahr in ihrem immer Aufsehen erregenden Fünfer mit Platz zwei zufrieden geben. Es siegte ein unerschütterlicher Einer-Skuller, der gebührend bejubelt wurde.

Einer Grillparty in lässiger belgischer Art überbrückte die Zeit bis zur Siegerehrung. Der LCW erruderte im Gig-Dreier mit Lothar Rompel, Ulrich Bähr und Andreas Nebgen Platz 13 mit 64,58 min. Ein weiterer Gig-Dreier (Mixed) mit Christoph Sohr, Holger und Rebecca Will kam mit einer Zeit von 65,14 min als 15. der Gesamtwertung ins Ziel. Der Gig-Mixed-Vierer mit Stfr. Simone Haubrich, Simone Kegler, Dr. Evelin Schöpplein, Dr. Peter Berbüsse und Markus Beste konnte nach 83,08 min. mit Ereichen des 31. Platzes das Rudern einstellen. In einem Feld aus vielen ehemaligen Leistungsruderern kann sich das Limburger Ergebnis durchaus sehen lassen. Siebzehn Kilometer sind schon etwas besonderes.

(Text: von Simone Kegler)