Krause auf dem Weg nach Plovdiv

Die diesjährige U23 Weltmeisterschaft im Rudern findet dieses Jahr in Plovdiv, Bulgarien, statt. Aufgrund dieses nichtolympischen Jahres werden die Junioren-, die U23- und die offene Weltmeisterschaft wieder einzeln ausgetragen. Auch wenn der Event dadurch etwas kleiner wird, verliert er damit nicht an Bedeutung. Allein die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft stellt für viele Sportler eines der höchsten Ziele dar. Außerdem kann sich das Meldeergebnis sehen lassen: In Plovdiv werden in 21 verschiedenen Bootsklassen 326 Boote an den Start gehen. Mit von der Partie: Sophia Krause. Die Topskullerin des Limburger Clubs für Wassersport (LCW) besuchte bereits im letzten die U23 Weltmeisterschaft in Rotterdam. Sie mischte im leichten Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) mit und sicherte sich die Bronzemedaille. Dieses Jahr darf sie wegen ihrer grandiosen Vorleistung im Leichtgewichts Fraueneiner vom 19.07. bis zum 23.07.2017 ihr Können zeigen.

Zusammen mit ihrem Trainer Martin Rieche reiste Krause als letztes Boot nach Ratzeburg in das Trainingslager des Deutschen Ruderverbandes an. Gemeinsam mit den anderen Sportlern des deutschen U23 Kaders bestritt sie das Relationsrennen, die letzte große Trainingsbelastung vor dem Wettkampf. Am Sonntag reisten die Ruderer des DRV geschlossen nach Plovdiv. Krause profitierte von dem Training auf der heimischen Lahn: Während die restliche deutsche Crew bei oft schlechten Bedingungen und dauerhaftem Regen in Ratzeburg trainieren musste, konnte in Limburg bei optimalen Bedingungen trainiert werden. Auch die Eingewöhnungsphase mit dem neuen Boot ist überstanden. Denn im Einer, der kleinsten Bootsklasse, macht es einen deutlichen Unterschied, wenn der fahrbare Untersatz ausgetauscht wird.

Das Antreten im Einer kommt dem Limburger Gespann ganz gelegen. Im Vergleich zum Doppelvierer letzten Jahres, genießt Krause nun die Unabhängigkeit bezüglich Trainingsgestaltung, Tagesplanung und auch des Agierens im Rennen. Coach Rieche hatte das Privileg die erste Trainingsphase in Limburg zu absolvieren, während sich die Mannschaftsboote in Ratzeburg vorbereiteten. Auf diese Weise wurde die Situation für ihn etwas entspannter, denn das Trainer–Business neben einer beruflichen Vollzeitbeschäftigung zu managen ist eine äußerst schwierige Aufgabe.

Die erste Beweisprobe wird Krause am Donnerstag den 24.07. haben, wenn sie gegen circa 10:00 Uhr im Vorlauf gegen die anderen 16 Ruderinnen aus der ganzen Welt antreten wird. In den Abteilungen von bis zu fünf Booten könnte es von Anfang an spannend werden. Mit im Feld ist die Gewinnerin des letzten Jahres aus den Niederlanden. Trotz der wirklich großen Konkurrenz und dem hochqualitativen Feld ist die Devise Spaß an der Sache zu haben und eben die Grenzen des Möglichen auszutesten. Am Ende soll es möglich sein zu sagen, dass alles investiert wurde was Krause konnte und dann wird das Ergebnis auch stimmen!

Von Tom Hinrichs