Vorbericht zur internationalen Wedau Regatta in Duisburg am 11. und 12. Mai 2019

Olympic Rowing meets Sprint Rowing

Unter diesem Slogan steht am kommenden Wochenende (11. und 12. Mai 2019) die Internationale Wedau Regatta in Duisburg.
Hier wird in den normalen Regattaablauf die Ruderbundesliga eingeflochten, bei der sich der Domstadtachter Wetzlar/Limburg mit anderen Achtern über die 350 Meter Sprintdistanz messen wird.
Für den Limburger Club für Wassersport geht es aber um noch viel mehr: Sophia Krause wird im leichten Doppelzweier der Frauen an den Start gehen und versuchen diesen für die Europameisterschaft Ende Mai und für die Weltcupsaison national zu qualifizieren.

Die Limburgerin durchlief in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Tests und Vorbereitungswettkämpfe, wie zum Beispiel die Deutsche Kleinbootmeisterschaft, bei der Krause als eine der jüngsten Starterinnen einen hervorragenden vierten Platz erringen konnte.
In Duisburg soll nun der Doppelzweier der leichten Frauen für die Europameisterschaft und die Weltcupsaison nominiert werden. In einem sehr stark aufgestelltem Feld, dass auch internationale Mannschaften hergibt, wird Sophia Krause versuchen sich gemeinsam mit ihrer Partnerin Katrin Thoma aus Frankfurt national durchzusetzen.
Zusätzlich werden auch weitere deutsche Kombinationen auftreten, die nach den Ergebnissen der Deutschen Kleinbootmeisterschaft entstanden sind und natürlich ebenfalls der Nominierung durch den Deutschen Ruderverband entgegenstreben. In Duisburg wird vormittags ein Vorlauf gefahren, der über die Zusammensetzung der Finalläufe am Nachmittag entscheiden wird. Dieses System wird am Samstag und am Sonntag vollzogen und erst danach ist klar, welcher Doppelzweier sich letztendlich durchsetzen konnte.
Sollte sich Krause für den Doppelzweier qualifizieren wird sie in dieser Bootsklasse den ersten Teil der internationalen Saison bestreiten. Wenn hier die Leistungen stimmen besteht die Möglichkeit, dass sie ebenfalls den Zweier auf der Weltmeisterschaft im August fahren wird.
Dies ist in sofern ein besonders wichtiges Ereignis, da im vorolympischen Jahr die ersten Plätze auf der Weltmeisterschaft für die Teilnahme der jeweiligen Bootsklassen an der olympischen Regatta in Tokyo (Japan) vergeben werden.
Daher ist der Druck für das Duo Krause und Thoma nun wirklich sehr hoch: “Duisburg ist für meine bisherige Ruderkarriere das wichtigste Ereignis überhaupt. Ich bin schon sehr gespannt, was das Wochenende für uns in petto haben wird.”, so Krause nach ihrem außerplanmäßigen Trainingslager in Münster zu Beginn dieser Woche.
In Limburg ist man aber guter Dinge: “Ich kenne Sophia nun schon ziemlich lange und ich bin fest davon überzeugt, dass Duisburg für sie ein weiterer Schritt auf ihrem Weg ganz nach oben in die internationale Weltspitze sein wird!”, so Trainer und Wegbegleiter Martin Rieche.
Es wird spannend bleiben und somit besitzt das Wochenende einen großen Stellenwert in Limburg.

Krause ist aber nicht die einzige Limburgerin, die am Wochenende ihren Auftritt haben wird.
Auch die Ruderbundesliga startet erneut in die Rudersaison und mit ihr der Domstadtachter Wetzlar/Limburg.
Die ambitionierten Sprinter finden Platz zwischen den frühen Vorentscheidungen des Deutschen Ruderverbandes zur olympischen Qualifikationsregatta im August (Weltmeisterschaft Ottensheim). Die jungen Sportler aus Wetzlar und Limburg konnten sich über den Winter sehr gut vorbereiten und sind voller Motivation und Tatendrang für den Saisonauftakt.
Große Unterstützung erfährt das Team wieder von den Sponsoren „Mecklenburgische Versicherungen Jörg Schneider, Wetzlar“ und „Pfeiffer Vacuum GmbH, Asslar“.
Über den Tag verteilt wird das Team fünf Rennen fahren, um am Ende die erste Platzierung der Rennsaison einzufahren. Nach der erfolgreichen ersten Saison sind alle Mitglieder gespannt auf dieses nächste Rennjahr.
Nach Duisburg wird der nächste Ruderbundesliga Zwischenstopp am 13. Juli in Minden stattfinden.

Alle Ruderinteressierten können die Rennen von Sophia Krause und des Domstadtachters live auf Sportdeutschland.tv mitverfolgen und Daumen drücken.

Von Tom Hinrichs